Was uns die imm cologne über physische Erlebnisse, digitale Verantwortung und ihr Zusammenspiel im Home & Living gezeigt hat


Über die imm cologne zu laufen, fühlte sich irgendwie vertraut an. Nicht wegen eines bestimmten Trends oder Messedesigns, sondern weil sie auf ganz stille Art etwas sehr Grundlegendes über Home & Living sichtbar gemacht hat: Wir erleben Möbel und Interior je nach Kontext und Art der Begegnung ganz unterschiedlich.
Manche Erfahrungen gehören eindeutig in die physische Welt.
Die Farben „in echt“ zu sehen, mit all ihren Schattierungen und feinen Abweichungen, die erst im Tageslicht sichtbar werden.
Oberflächen und Stoffe zu spüren, Materialien mit der Hand zu begreifen, statt sie auf einem Bildschirm zu sehen. Sich im Raum zu orientieren, Proportionen und Dimensionen wahrzunehmen und unmittelbar zu verstehen, wie Objekte sich im Raum zueinander verhalten.
Atmosphäre, Wärme und gestalterische Harmonie zu spüren, und zu merken, wie sich ein Raum verändert, wenn ein einziges Element hinzugefügt oder entfernt wird.
Diese Momente lassen sich nicht sinnvoll digitalisieren. Sie brauchen Präsenz vor Ort, Bewegung im Raum und Zeit, sie in sich aufzunehmen. Genau hier bleiben Showrooms, Messen und physische Begegnungen unersetzlich. Die imm cologne hat das erneut erfahrbar gemacht. Und allein dafür bleibt sie wichtig und verdient Achtung und Anerkennung.
Zugleich gibt es aber andere Erlebnisse, die im physischen nicht besser werden und dort vielleicht auch nicht mehr hingehören.
Angebotsorientierung. Detailvergleich. Hintergrundrecherche. Zu verstehen, wie ein Produkt in einen größeren Lebens- und Einrichtungsstil passt, was mehr ist als diekurze momentane Wahrnehmung auf der Ausstellungsfläche.
Das sind keine sinnlichen, sondern kognitive Prozesse. Sie entfalten sich über eine gewisse Zeit, in unterschiedlichen Kontexten und oft erst lange nach dem Besuch im Showroom.
Und genau hier beginnt digitale Verantwortung heutiger Home & Living Unternehmen.
In Gesprächen mit Ausstellern auf der imm cologne tauchte ein Thema immer wieder auf: Dort, wo digitale Kanäle eine wichtige Rolle spielen, wird intensiv darüber nachgedacht, wie Orientierung und Beratungsqualität online funktionieren können. Nicht als Ersatz für die physische Erfahrung, sondern als ergänzende Ebene, die hilft, das Gesehene und Gefühlte einzuordnen.
Es geht dabei nicht um noch mehr Filter oder feinere Kategorien. Es geht um Verantwortung für Orientierung.
Darum, Menschen dabei zu unterstützen, Optionen, Abwägungen und Relevanz zu verstehen. Darum, Entscheidungen zu begleiten, statt sie zu überfordern.
Und das führt uns zu einer Frage, über die es sich lohnt, einen Moment nachzudenken:
Wenn der Showroom dafür da ist, dass man dieses Zuhause-Gefühl entwickeln und erleben kann; wofür sollte dann das Digitale verantwortlich sein?
Nicht dafür, das Physische zu ersetzen. Nicht dafür, es zu kopieren. Sondern dafür, das zu leisten, was es am besten kann.
Digitale Verantwortung bedeutet, Klarheit zu schaffen, wo Inspiration allein nicht ausreicht. Komplexität zu strukturieren, Produkte in Kontext zu setzen und Menschen zwischen dem ersten Impuls und der finalen Entscheidung zu unterstützen.
Das gilt für Shopping insgesamt, aber ganz besonders für denHome & Living Bereich. Kaum eine Kategorie ist so emotional, persönlich und situativ. Und kaum eine profitiert so sehr von Orientierung, wenn die erste Begeisterung nachlässt und reale Anforderungen in den Vordergrund rücken.
Die imm cologne hat diese Fragen nicht beantwortet. Aber sie hat sie wieder sichtbar gemacht. Und das fühlt sich bereits wie ein Fortschritt an.
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